Förderung des branchenübergreifenden und überbetrieblichen Datenmanagements zur Unterstützung landwirtschaftlicher Wertschöpfungssysteme
(Verbundprojekt)
Ziel ist es Fernerkundungsdaten in die Workflows der GeoBox-Infrastruktur (GBI) einzubinden - unter Berücksichtigung betrieblicher Sensordaten und öffentlicher Geodaten. Zusätzlich sollen heterogene Geo- und Wetterdaten genutzt werden, um mittels spezifischer Simulationsmodelle standortspezifisch Entscheidungshilfen zu generieren. Dies erfolgt in Anlehnung des im SoFI-Projekt implementierten Modells zur Befahrbarkeit landwirtschaftlicher Flächen. Langfristig sollen auch anderweitige Daten - wie z.B Sensordaten aus IoT-Netzwerken - mit Fernerkundungsdaten und den simulierten Ergebnissen fusioniert, für den Boden- und Klimaschutz genutzt und eine KI-basierte Beratungsinfrastruktur vorbereitet werden.
Die Förderung des branchenübergreifenden und überbetrieblichen Datenmanagements in der vergleichsweise kleinteiligen, aber vielseitig geprägten Agrarstruktur von Rheinland-Pfalz setzt auf einen breiten Praxistransfer von - auf Bundesebene harmonisierten - Datenschnittstellen und Vokabularien. Diese stellt das Land mit dem Digitalen AgrarPortal (DAPrlp) und der GeoBox-Infrastruktur als gemeinsame Kommunikationsbasis ins Zentrum der untersuchten Anwendungsfälle. Im organisatorischen Rahmen eines Living Lab wird sichergestellt, dass in allen Anwendungsfällen standardisierte Datenbestände erzeugt und genutzt werden. Dies ermöglicht einerseits eine landesweite Verteilung der Anwendungsfälle insbesondere zu den in Rheinland-Pfalz relevanten Sonderkulturen, die von den jeweils zuständigen Einrichtungen der Offizialberatung betreut werden. Andererseits wird gegenüber der landwirtschaftlichen Praxis und auch der Wirtschaft signalisiert, dass sich eine standardisierte Datenhaltung in den Betrieben lohnt, indem die einmal erfassten Daten vielseitig verwendet werden können.
Die Bereitstellung öffentlicher Geoinformationen stellt einen wichtigen Katalysator für die Digitalisierung in der Landwirtschaft dar. Durch die Einbindung wissenschaftlicher Partner wird am Beispiel eines beteiligten Experimentierfeld-Betriebs, der in der 5G-Modellregion Kaiserslautern liegt, ein regionales Kontextmanagement zur Förderung des überbetrieblichen Smart Farming aufgebaut. Konzeptionell angebunden werden sollen auch ins Experimentierfeld Südwest eingebettete Robotikentwicklungen für die Sonderkulturen. Entsprechend bieten alle Anwendungsfälle wichtige Schnittstellen zu weiteren gemeinsamen Entwicklungsarbeiten mit der Privatwirtschaft an.
Ein wesentliches Ziel des Experimentierfelds Südwest ist die Qualifizierung des Berufsstands, um digitale Technologien effizient einführen und nutzen zu können. In alle Anwendungsfälle sind wissenschaftlich flankierte Coachingangebote integriert.
Link zum Projekt EF-Suedwest