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RiMoDi Risikobasierter Monitoring-Dienst zur nationalen Implementierung der EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR)

Ausschnitt eines Satellitenbildes im NIR-Bereich, einmal im Original, daneben mit einer Überlagerung durch die Global Map of Forest Cover 2020.
[links] Darstellung im NIR-Bereich [rechts] überlagert mit der Global Map of Forest Cover 2020 (GFC2020) des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission.
© Europäische Union, enthält Copernicus Sentinel-2-Daten, verarbeitet durch das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG)

Förderprogramm/Projektträger: 6. Bekanntmachung zur Förderung von Vorhaben im Bereich „Entwicklung und Implementierungsvorbereitung von Copernicus Diensten für den öffentlichen Bedarf in Deutschland“, Projektfördernummer: 50EW2401A/B; DLR, Geldgeber: Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)

Laufzeit: 8/2024 – 7/2027

Beschreibung: Um ihren Anteil an der weltweiten Schädigung und Vernichtung der Wälder zu reduzieren, hat die EU die Verordnung für entwaldungsfreie Produkte [EU-Verordnung (EU) 2023/1115 für entwaldungsfreie Produkte (EUDR)] verabschiedet. RiMoDi entwickelt einen risikobasierten Monitoring-Dienst, um zu überprüfen, ob durch die Produktion von Kaffee, Kakao, Soja, Rind, Holz, Kautschuk oder Palmöl Entwaldung oder Waldschädigung verursacht wurde. RiMoDi unterstützt mit diesem Vorhaben die BLE als offizielle Kontrollbehörde für die EUDR in Deutschland dabei, die EUDR-Anforderungen zur Entwaldungsfreiheit mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden für umfangreiche Prüfaufträge zu kontrollieren. 

Das Projekt nutzt Algorithmen, um Landnutzungsänderungen – insbesondere Waldschäden, die im Rahmen der EUDR relevant sind – mithilfe eines risikobasierten GIS-Analysewerkzeugs zu erkennen. Durch die Analyse von Zeitreihen der Copernicus-Satellitendaten auf der CODE-DE-Cloud-Plattform lassen sich selbst geringfügige Veränderungen im Zeitverlauf feststellen. Als besonders schwierig erweist sich die Unterscheidung von nicht wirtschaftlich genutztem Wald zu agroforstlichen Anbausystemen.

Mithilfe eines risikobasierten GIS-Analysewerkzeugs und der Auswertung von Copernicus-Satellitendaten auf der CODE-DE-Cloud-Plattform erkennt das Projekt feinstrukturelle Landnutzungsänderungen im Zeitverlauf. Um auch besonders verdeckte oder historisch zurückliegende Veränderungen sichtbar zu machen – wie etwa die schwer abgrenzbare Unterscheidung zwischen Primärwald und agroforstlichen Anbausystemen –, kommt die Continuous Degradation Detection (CODED)-Methode zum Einsatz. Durch diese hochauflösende Zeitreihenanalyse leistet das Projekt einen zentralen methodischen Beitrag zur nationalen Umsetzung der EUDR. 


Projektleitung

Thünen Institut für Waldwirtschaft

Link zur Projektseite

 

Logo des Forschungsprojektes RiMoDi.
© Thünen-Institut

Projektpartner

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Link zur Webseite - Entwaldungsfreie Produkte und EUDR

Logo der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
© BLE

Letzte Änderung dieser Seite am 16.09.2026